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Blog TCM-Sozialforum

Chinesische Medizin im humanitären Einsatz

TCM-Sozialforum - Chinesische Medizin über Grenzen
ist eine Plattform für weltweite Hilfsprojekte,
die im besonderem Maße durch Chinesische Medizin
unterstützt werden.

Weitere Health Camps in Palpa

News Garib Healthcare Nepal Posted on Mon, March 04, 2013 11:18:33

Inzwischen wurden weitere Health Camps in der Region Palpa in Nepal organisiert.
Die Health Camps fanden in verschiedenen Dörfern statt, u.a. mehrere in Chirtung Dhara, Galda und in Siluwa. Auch hierbei hatten unsere Studenten die Möglichkeit unter Supervision Patienten zu behandeln.
Behandlungszeiten waren meist von Montag bis Freitag, aber oft auch an Samstagen, dem einzigen freien Tag für Nepalis, um auch denen eine Chance zur Behandlung zu geben und den großen Andrang zu bewältigen.
In den letzten Health Camps wurden mehr als 1000 Patienten behandelt, darunter auch viele Kinder, wobei die Therapeuten großen Wert darauf legten, Patienten mit schwerwiegenen Erkrankungen mehrmals in der Woche zu behandeln, um eine langfristige Genesung anzustreben. Unsere Volontäre hatten meist große Unterstützung durch engagierte Dorfbewohner, die bei der Moxibustion, Massagen und Patientenaufnahme halfen.
Die Behandlungen erfolgten hauptsächlich aus einer Kombination von Körperakupunktur, Ohrakupunktur, Moxibustion, Bluten lassen, Schröpfen und Massagen.
Verschiedene neurologische Erkrankungen, wie Hemiplegie nach Schlaganfall, geistige Retardierung nach z.B. Gehirnhautentzündung und Depressionen konnten mit guten Resultaten in kürzester Zeit behandelt werden.
Es wurden auch Gruppenveranstaltungen mit Dorfbewohnern zur Gesundheitsprävention durchgeführt, wie in Chirtung Dhara ein Frauen-Gesundheitstag (Mahila Diwas) und Qi Gong.
Insgesamt sind alle Beteiligten, wie Patienten, Organisatoren (CCODER), Volontäre und unsere Assistentin Anjali begeistert über den Erfolg der Missionen.



Health camp in Palpa

News Garib Healthcare Nepal Posted on Sun, January 15, 2012 16:31:38

In unsere letzten Mission für Garib Healthcare Nepal in Palpa hatten wir den Bewohnern von Chitung Dhara und Umgebung versprochen alsbald ein Health Camp zu organisieren.

Schnell hatte sich eine Freiwillige gefunden, die gern die Bedürftigen von Palpa kostenfrei behandeln wollte.

Katja ist Heilpraktikerin und hat u.a. eine Ausbildung in Chinesischer Medizin mit 3 jähriger Erfahrung vorzuweisen.

Gemeinsam mit unserer Assistentin vor Ort, Anjali und unserer nepalesischen Partnerorganisation CCODER organisierten sie das Healthcamp. Unsere Studenten der letzten Mission hatten die Möglichkeit dabei unter Supervision ihre erlernten Fähigkeiten zu praktizieren. Nun ist das Healthcamp erfolgreich zu Ende gegangen. Das Team behandelte 233 Patienten, wobei diese 2 – 3 x vorstellig wurden. Durch anfängliche Schwierigkeiten in der Organisation startete das Projekt mit fast 2 wöchiger Verspätung und konnte daher nicht, wie geplant über 4 Wochen laufen. Die Patienten gaben ein sehr positives Feedback und sind an ein weiteres Camp interessiert. Wir werden sehen, wie das zu realisieren ist.

Wir danken Katja und Anjali für ihr Engagement und den Mitarbeitern von CCODER für ihre Hilfe in der Organisation.

Vorsitzende des TCM-Sozialforum: Sylvia Köhn



projekt in palpa

News Garib Healthcare Nepal Posted on Tue, November 15, 2011 13:48:34

liebe leser/innen dieses blogs,
in diesem sommer waren wir drei akupunkteure und unsere wunderbare übersetzerin, die sich, nachdem wir uns ein paar tage auf unser projekt in der trubeligen hauptstadt kathmandu vorbereitet hatten, auf in die abgelegene provinz palpa machten.
reisen in nepal ist ein abenteuer: alte bunte extrem überfüllte busse, die sich auf holprigen strassen durch hohe berge schlängeln. und “wider erwarten” kommt man dann doch irgendwann am ziel an. herrliche natur und vor allem all die herzlichen menschen im land machen die reise bei aller mühsal doch so erlebenswert.
so viel gastfreundschaft und so wissenshungrige studenten bestätigten nun täglich wie sinnvoll es ist, den sommer hier zu verbringen, um die grundlagen der chinesischen medizin zu vermitteln. die medizinische versorgung auf dem land sieht so aus, dass man zum arzt geht und dieser einem in den meisten fällen ziemlich teure medikamente verkauft. so kommt für einfache leute ein arztbesuch aus finanziellen gründen gar nicht in frage mit verheerenden folgen bei schweren krankheiten.
chinesische medizin, ob nun akupunktur, moxabustion oder andere verfahren zum einsatz kommen, sind sehr preiswerte alternativ-behandlungsmethoden, die unsere studenten sehr interessiert und dankbar erlernen wollten. durch die hohe aufnahmefähigkeit der studenten konnten wir in kurzer zeit sehr viel wissen vermitteln, so dass eine gute basis gelegt wurde, um das erlernte nun am patienten anzuwenden.
eine zukünftige voluntärin, mit der ich gestern telefoniert habe, fragte mich, was man denn davon hat, an so einem projekt teilzunehmen. man bekommt so viel herzlichkeit zurück von den menschen, denen man vor ort begegnet. auch wenn unterrichten arbeit ist, ist man hinterher doch erholt, weil der austausch, das miteinander in nepal so bereichernd ist. und die natur ist grandios! und alles ist durch sylvia köhn zusammen mit der partner-organisation vor ort namens c-coder bis ins letzte detail zuverlässig organisiert worden. und all die einladungen, zum beispiel zum abendessen zu kommen, die man aus zeitgründen gar nicht alle annehmen kann, machen die fremde zur zweiten heimat! was für eine schöne zeit!!! was für liebenswerte menschen!!!
tim ahlers



Garib Healthcare – Gesundheitsfürsorge für Arme in Nepal

News Garib Healthcare Nepal Posted on Sun, October 30, 2011 18:18:48

Projekt Garib Healthcare Nepal

In diesem Projekt arbeiten wir mit einer lokalen NGO, CCODER
zusammen, deren Hauptelemente Bildung, Organisation und
sozial-ökonomische Entwicklung (Beschäftigung, Gesundheitsversorgung)
sind.

Ziel des Projektes ist es, den Menschen in abgelegenen Gebieten
eine Zukunft zu ermöglichen, die ihnen das bietet,
was sie zum Leben brauchen um somit die Landflucht einzudämmen. Durch
die Abwanderung von gerade jungen Männern und auch wenigen Frauen,
bleiben im Dorf nur Mütter mit Kindern und die Älteren, sowie die Kranken
zurück. Das bedeutet eine leichte Angriffsfläche für Rebellen u.a.
Kriminelle. Im Gegensatz dazu nimmt die Bevölkerungsdichte in den
Städten zu. Slums weiten sich aus und damit einhergehend
Drogenmissbrauch, HIV/Aids und andere Erkrankungen.

Unsere Aufklärungsmission im letzten Jahr und die laufenden
Verhandlungen mit Ministerien, Gesundheitsstationen, medizinischen
Personal, Krankenhäusern und CCODER brachte den Bedarf an einer
preiswerten sehr effektiven Behandlungsmethode, die allen zu Gute kommen
soll, zu Tage.

Wir planten unser Pilotprojekt in dem Bezirk Palpa im September 2011 mit 3 ehrenamtlichen Therapeuten, um dort mit der
Ausbildung von Healthworkern der Gesundheitsstationen in
Basis-Akupunktur zu beginnen. Das Projekt wird über drei Jahre betreut
werden. Während dieser Zeit werden wir die Gesundheitsstationen mit
Akupunkturbedarf und Lehrmaterial versorgen, sowie in unserer
Abwesenheit ein Fern-Monitoring gewährleisten.
Um möglichst die Unabhängigkeit des Projektes zu fördern, werden wir die
Herstellung von Moxa (Artemisia, ein Kraut zur Verbrennung an
Akupunkturpunkten) und Nadeln unterstützen.
Künftig sollen bei Bedarf neue Gesundheitsstationen errichtet werden. Und wir beteiligen uns an dem Aufbau eines ‘College of Natural Medicine ‘
und übernehmen Patenschaften für junge Auszubildende.

1. Mission in Palpa

Schon bei unserem Beginn der Reise in Berlin gab es einige
Turbulenzen mit Flugverspätungen, Umbuchungen usw..Dennoch erreichten
wir zur regelrechten Zeit unser Ziel. Nur hat das Gepäck unseres
Kollegen Tim es nicht nach Kathmandu geschafft

Das war wieder einmal
eine Herausforderung, die ich ja schon vielfach gewöhnt bin. Leider hat
auch alles Bemühen nichts genützt, das Gepäck konnte uns während des
ganzen Aufenthaltes in Nepal nicht zugestellt werden. So musste sich Tim
erstmal völlig neu einkleiden und die Dinge für seinen täglichen Bedarf
besorgen, so weit das möglich war. Schmerzlich ist v.a. aber, daß wir
10 kg Materialien der TCM in seinem Gepäck hatten, die wir ja für den
Unterricht benötigt hätten. Nun ja, so wurde unsere Flexibelität wieder
mal geschult.

Gleich nach unserer Ankunft in Kathmandu trafen wir alle nötigen
Vorbereitungen für unsere Mission, wie Drucken unseres Handouts für
unsere Studenten, Einkaufen von Behandlungsmaterialien, Einholen von
Auskünften für unsere Reise, Bustickets besorgen, Treffen mit unserer
Partnerorganisation CCODER etc.. All diese Dinge nehmen in einem
Entwicklungsland so viel Zeit in Anspruch, daß wir keine Zeit zur
Aklimatisierung hatten. So machten wir uns noch so halb im Jetlag
befindlich in einem Lokalbus auf nach Palpa. Der Bus hielt überall, wo
jemand an der Strasse stand und mit samt seinem Habseligkeiten, wie
säckeweise Reis, Gemüse etc. oder all möglichen Getier um Mitfahrt bat.

Der Bus war so proppevoll, daß die Leute teilweise draussen wie Trauben
am Bus hangen oder eben oben auf dem Dach. In den Bergen war das ein
gefährliches Schaukelspiel und wir sahen so einige Busruinen, die in der
Vergangenheit den Abhang hinunter gestürzt waren. Außerdem wurde es
vielen speiübel, was die Begleitumstände erschwerte.

Nach ca. 12 Stunden
kamen wir mit schmerzenden Körpern und total erschöpft im ca. 200 km
entfernten, wunderschön in den Bergen gelegenen Dorf Chitung Dhara an.

Wir wurden herzlichst mit heißem Tee empfangen und mit Blumengirlanden
behangen, als die Erde unter uns zu wanken begann. Unsere nepalesische
Assistentin, Anjali, telefonierte gerade mit ihrer Mutter in Kathmandu,
um ihr zu sagen, daß wir gut angekommen sind, denn sie war noch nie so
weit von zu Hause weg, als ihre Mutter erschrocken von wackelnden Wänden
und Tellern, die aus dem Schrank purzelten, berichtete. Die Verbindung
war danach unterbrochen und wir erreichten bis zum nächsten Abend
niemanden in Kathmandu, was uns sehr besorgt machte, denn es handelte
sich eindeutig um ein Erdbeben, wovon wir nur die leichten Ausläufer
erlebten. Die Hauptstadt von Nepal ist in nächster Zukunft von Erdbeben
am stärksten bedroht und die nepalesische Bauweise, sowie die Erhöhung
der Bebauungsdichte im Kathmandu-Tal, lassen die Häuser wie Kartenhäuser
zusammenstürzen. Alles keine beruhigenden Fakten, zumal man davon
ausgehen kann, daß einem leichten Beben ein größeres folgen könnte.
Wiedermal ein gutes Training, um Gelassenheit zu üben. Als wir endlich
wieder Kontakt zu Freunden, Angehörigen und Kollegen aufnehmen konnten,
erfuhren wir dann von einem leichtem Beben mit, glücklicherweise, nur
wenig Opfern durch eingestürzte Häuser. Bisher folgte kein weiteres
Beben, aber immer wieder andere unwillkommene News, wie Schießereien und
Strikes oder Erdrutsche durch starke Regenfälle. Auf dem Weg nach Palpa
sahen wir auch immer wieder abgebrochene Straßenteile, so daß nur noch
eine Seite befahren werden konnte oder durch vergangene Erdrutsche
beschädigte Straßen. So erklärt sich auch die lange Fahrzeit von ca. 12
h, mal ganz abgesehen von den längst verschrottungsbedürftigen Bussen,
bei einer so kurzen Strecke.

Nach der Begrüßungszeremonie wurden wir in Familien aufgenommen, die
während unserer Mission liebevoll für uns sorgten. Unsere Assistentin,
Anjali war die die ganze Zeit über gefordert, denn sie musste nicht nur
den Unterricht übersetzen, sondern auch ständig zwischen den
Einheimischen und uns vermitteln. Wenn sie nicht übersetzte, bereitete
sie sich für den Unterricht vor, damit die Übersetzung gut flutschte.
Sie hatte nur frei, wenn sie schlief, beschwerte sich nie und machte
alles mit sichtbarer Freude. Ein großartiger Job, den sie machte und ich
bin so dankbar eine so zuverlässige Assistentin gefunden zu haben.

Schon am nächsten Morgen nach unserer Ankunft begannen wir, nach
einer Eröffnungszeremonie (hier gibt es immer wieder Gründe für
irgendwelche Zeremonien und Feste), wo sich jeder, der im Dorf etwas zu
sagen hatte und alle Studenten vorstellten und ihre Dankbarkeit für
unsere Mission Kund taten, mit dem Unterricht. Ich erklärte kurz das
Ziel und den Ablauf unserer Mission und was wir erwarten, damit das
Projekt Erfolg hat.

Unsere Studenten waren zumeist Gesundheitshelfer und
Krankenschwestern. Gesundheitshelfer werden seit kurzem in Nepal
ausgebildet, um die schlechte Gesundheitsversorgung in den abgelegenen
Gegenden zu verbessern. Es ist eine verkürzte
Krankenschwester-Ausbildung nur für Männer, die dann in
Gesundheitsstationen eingesetzt werden. Durch fehlende Medikamente,
sowie Diagnoseeinrichtungen, sind ihnen meist die Hände gebunden und die
kostengünstigen verschiedenen Methoden der Chinesischen Medizin
(Akupunktur, Schröpfen, Moxibustion etc.), willkommende
Therapiemethoden. Alle waren ganz begeistert bei der Sache, v.a. als sie
die ersten Resultate am eigenem Leibe erfahren durften.

Wir hatten ein
straffes Programm, morgens von 9 bis 13 Uhr Theorie und nachmittags von
14 bis 18 Uhr Praxis, wobei wir ab dem 3.Tag, Patienten aus dem Dorf
behandelten. Als es sich bis in alle Ecken, auch von umliegenden Dörfern
herumgesprochen hatte, daß wir kostenfreie Behandlungen durchführen,
gab es einen echten Run auf die Nachmittagssprechstunde und wir mussten
viele Patienten wieder nach Hause schicken. Das tat uns zwar sehr leid,
aber unsere Mission war ja, unsere Studenten zu einer guten Behandlung
zu befähigen. Ich versprach in nächster Zukunft ein Health-Camp mit
Kollegen zu organisieren.

Wir teilten die Patienten gleich ihrem
zukünftigen Therapeuten zu, so werden unsere Studenten gleich gefordert
sein, ihre neuen Behandlungstechniken einzusetzen.

Zu unseren Patienten zählte auch ein 13 jähriger Junge, der an einer
sehr schweren Erkrankung leidet. Vor 3 Jahren hatte er Typhus (eine hier
sehr verbreitete und gefähliche Erkrankung) und wurde, wie üblich, mit
Antibiotika behandelt. Wie sich erst später herausstellte, leidet er nun
an eine der seltenen Nebenwirkungen von Chloramphenicol, der
irreversiblen Form der aplastischen Anämie. Das ist kurz gesagt eine
Autoimmunerkrankung, bei der das Knochenmark nicht mehr genügend
Blutkörperchen bildet und zumeist tödlich verläuft.

Dem 13 jährigem
Jungen bleiben, bei eingeschränkter Lebensqualität nur regelmässige
Bluttransfusionen, wofür er monatlich den weiten Weg nach Kathmandu
reisen muss, was einen hohen Kostenaufwand mit sich bringt. Die Familie
ist, wie die meisten Familien hier, sehr arm, dennoch ist Palpa sehr
weit in ihrer Gemeindeentwicklung und das benötigte Geld wird gesammelt
und für des Jungen Gesundheit gespendet. Eine Alternative wäre eine
Knochenmarkstransplantation, was für die Familie natürlich nicht
bezahlbar ist. Wir möchten nun versuchen einen oder mehrere Paten oder
eine Patenfamilie für Deepak zu finden, damit er ein halbwegs normales
Jungenleben führen kann.

Am letzten Tag machten wir eine kleine Prüfung, durch die wir
erkennen konnten, in wie weit unsere Studenten befähigt sind eine gute
Behandlung durchzuführen. Und wir können sagen, daß der Großteil
selbstständig die neuen Techniken anwenden kann. Natürlich bedarf es
noch viel Eigeninitiative, Geduld und Disziplin zum wieteren Lernen und
eben auch weitere Missionen. Dank verschiedener Firmen, wie Naturmed und Seirin konnten wir für die ersten Behandlungen Startpakete, mit Moxakraut, Schröpfköpfe, Alkohol, Tupfer, Bücher,
Lern-DVD’s, Plakate und eine Teilnahmebescheinigung übergeben, was die Studenten mit Freude und Stolz in Empfang nahmen.

Einem unserer
Studenten konnten wir einen Laptop überreichen, damit er allein gut
weiterlernen kann, denn er lebt am weitesten von allen entfernt und kann
an den gemeinsamen Lerngruppen nicht teilnehmen.

Auch unserer Assistentin konnten wir einen Laptop übergeben, so kann
sie künftig einfacher unsere Handouts übersetzen und mit den Studenten
und uns in Kontakt bleiben.

An einem Abend, kurz vor unserer Abreise, luden uns die Dorfbewohner
zu einem Kulturprogramm ein, bei dem wir die ortsüblichen Tänze und
Gesänge, sowie Trachten bestaunen durften. Es war schön zu sehen, wie
gerade auch die jungen Leute mitmachten und zumeist ganz spontan die
Bühne betraten, um das Ihre zum Besten zu geben.

Wieder in Kathmandu angekommen, hatte ich einige Treffen mit anderen
Organisationen, Kollegen und unserer Partnerorganisation CCODER, um
unsere Zusammenarbeit zu stärken und Pläne für die Zukunft zu machen. So
arbeiteten wir u.a. schon ein Proposal für die neu entstehende Schule
für Naturmedizin aus.

Außerdem besichtigten wir eine Moxafabrik, die von einer, schon seit
Langem in Nepal lebenden Japanerin ins Leben gerufen wurde und unter
einer Non-Profit-Organisation lauft.

Es gibt Menschen ein Einkommen,
indem sie wildes Artemsia Kraut sammeln und für die Moxaproduktion
abgeben. Nach einem langem Bearbeitungsprozess entsteht ein wirklich
hochwertiges Moxa, welches meist nach Japan exportiert wird.

Wir haben
für unsere Studenten eine große Menge eingekauft, so sind diese für die
nächste Zeit eingedeckt.

Moxibustion ist In Nepal eine sehr willkommene
Behandlungsmethode, da die meisten Menschen infolge der Kälte und Nässe,
der sie oft ausgesetzt sind, erkranken.

Im Winter wird es je nach
Region empfindlich kalt und es gibt keine Öfen oder warmes Wasser, um
sich irgendwie aufzuwärmen. Außerdem spielt sich alles am Boden ab. Man
sitzt und schläft auf dem Boden.

Palpa ist, durch unsere Partnerorganisation CCODER, schon eines der
am weitesten entwickelten Distrikte von Nepal. Die meisten Haushalte
haben eine eigene Toilette, wohingegen in anderen Regionen, die Leute
noch auf dem Feld oder am Wegesrand ihr Geschäft erledigen. Welch ein
Glück für uns J.

Durch die vielen Kontakte, die ich knüpfen konnte, haben wir für
Anjali einen Praktikumsplatz, bei einem in Kathmandu ansässigen
Akupunkteur finden können. So daß auch sie in der Materie bleiben kann,
aber dennoch für unsere, sowie Missionen unserer Partnerorganisationen
zur Verfügung stehen wird. Sie ist super glücklich über ihre
Entwicklungen und ihre Mutter sehr stolz auf sie. Gleich nach unserer
Mission in Palpa begleitete Anjali unseren amerikamischen Kollegen von
Acupuncture Ambassadors zu einem Gesundsheitscamp ins Terrain, eines der
ärmsten und vergessenen Gebiete von Nepal. Im Anschluss daran
assisitiert sie gerade einem Akupunktur-Team in unserer Benchen Free
Clinic in Kathmandu.

Qi Gong mit Uli

Alles in Allem, mit allen Schwierigkeiten, die unsere Flexibelität
immer wieder prüften, hatten wir eine gute und erfolgreiche Zeit hier in
Nepal und hoffen auf sichtbare Fortschritte für die Gesundheitsfürsorge
der armen Bevölkerung von Nepal. Allerdings ist noch viel zu tun.
Packen wir’s an! Und helfen Sie mit!

Unsere Hilfe ist auch durch die viele Unterstützung und durch Ihre
Spenden möglich gewesen. Auch wenn nicht all unsere Bedarfe erfüllt
wurden und wir so einiges aus eigener Tasche bezahlen mussten, ist Ihre
Hilfe eine große Erleichterung für uns gewesen. Dafür VIELEN HERZLICHEN
DANK!

Großen Dank auch an das gesamte Akupunktur-Team, Anjali, Uli, Tim und Sylvia und die Organisatoren von CCODER!

Für weitere Details besuche unsere Homepage www.tcm-sozialforum.org oder betterplace!