liebe leser/innen dieses blogs,
in diesem sommer waren wir drei akupunkteure und unsere wunderbare übersetzerin, die sich, nachdem wir uns ein paar tage auf unser projekt in der trubeligen hauptstadt kathmandu vorbereitet hatten, auf in die abgelegene provinz palpa machten.
reisen in nepal ist ein abenteuer: alte bunte extrem überfüllte busse, die sich auf holprigen strassen durch hohe berge schlängeln. und “wider erwarten” kommt man dann doch irgendwann am ziel an. herrliche natur und vor allem all die herzlichen menschen im land machen die reise bei aller mühsal doch so erlebenswert.
so viel gastfreundschaft und so wissenshungrige studenten bestätigten nun täglich wie sinnvoll es ist, den sommer hier zu verbringen, um die grundlagen der chinesischen medizin zu vermitteln. die medizinische versorgung auf dem land sieht so aus, dass man zum arzt geht und dieser einem in den meisten fällen ziemlich teure medikamente verkauft. so kommt für einfache leute ein arztbesuch aus finanziellen gründen gar nicht in frage mit verheerenden folgen bei schweren krankheiten.
chinesische medizin, ob nun akupunktur, moxabustion oder andere verfahren zum einsatz kommen, sind sehr preiswerte alternativ-behandlungsmethoden, die unsere studenten sehr interessiert und dankbar erlernen wollten. durch die hohe aufnahmefähigkeit der studenten konnten wir in kurzer zeit sehr viel wissen vermitteln, so dass eine gute basis gelegt wurde, um das erlernte nun am patienten anzuwenden.
eine zukünftige voluntärin, mit der ich gestern telefoniert habe, fragte mich, was man denn davon hat, an so einem projekt teilzunehmen. man bekommt so viel herzlichkeit zurück von den menschen, denen man vor ort begegnet. auch wenn unterrichten arbeit ist, ist man hinterher doch erholt, weil der austausch, das miteinander in nepal so bereichernd ist. und die natur ist grandios! und alles ist durch sylvia köhn zusammen mit der partner-organisation vor ort namens c-coder bis ins letzte detail zuverlässig organisiert worden. und all die einladungen, zum beispiel zum abendessen zu kommen, die man aus zeitgründen gar nicht alle annehmen kann, machen die fremde zur zweiten heimat! was für eine schöne zeit!!! was für liebenswerte menschen!!!
tim ahlers